Einigung: Fb gibt Recordsdata in Australien wieder frei

7
Einigung: Fb gibt Recordsdata in Australien wieder frei

Fb hebt seine Blockade von journalistischen Nachrichteninhalten in Australien wieder auf. Wie aus Angaben des australischen Schatzkanzlers Josh Frydenberg und des Australien-Chefs von Fb, Will Easton, vom Dienstag hervorging, wurde offenbar ein Kompromiss erzielt. Im Streit um ein geplantes Gesetz zur Regulierung des digitalen Nachrichtenmarkts werde Fb aufgrund von »Änderungen« an dem Gesetzestext journalistische Inhalte »in den nächsten Tagen« wieder freigeben, kündigte Easton an.

»Wir sind zufrieden, dass die australische Regierung einer Reihe von Änderungen zugestimmt hat, die unsere zentralen Bedenken adressieren«, erklärte Fb. Australien will ein Gesetz auf den Weg bringen, dass Fb und Google dazu zwingt, Medienunternehmen für ihre Inhalte zu bezahlen. Fb hatte im Streit um das Gesetz den Zugang zu Nachrichten- und Katastrophendiensten in Australien vergangene Woche geblockt, nachdem das Repräsentantenhaus den Gesetzentwurf am vergangenen Mittwoch verabschiedet hatte.

Fb entscheidet selbst, welche Nachrichten es zeigt

Die von Australien vorgeschlagenen Änderungen an den Medienregeln werden es Fb ermöglichen, selbst zu entscheiden, ob Nachrichten auf der Plattform verbleiben, und damit die von ihm ausgewählten Verlage zu unterstützen, sagte Campbell Brown, Fb-Vizepräsident für globale Nachrichtenpartnerschaften, am Dienstag.

»Die Regierung wurde von Fb informiert, dass sie beabsichtigt, die australischen Nachrichtenseiten in den kommenden Tagen wiederherzustellen«, sagten Frydenberg und Kommunikationsminister Paul Fletcher in einer Erklärung. Der Senat wird die geänderte Gesetzgebung am Dienstag debattieren.

Icon: Der Spiegel