Corona-News am Mittwoch: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

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Corona-News am Mittwoch: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19







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Michael Taeger / imago photos/Jan Huebner


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+++ Spahn stimmt Bürger auf Corona-Maßnahmen auch im Februar ein +++

8.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch über den Januar hinaus gelten werden. »Wir werden noch Beschränkungen brauchen«, sagte er im Deutschlandfunk. Es werde am 1. Februar nicht möglich sein, alle Beschränkungen zu lockern.

Spahn kündigte zudem an, dass zur Eindämmung der Corona-Mutante, die sich in Großbritannien ausbreitet, weitere Einreisebeschränkungen und Testungen beschlossen werden sollen. Darüber hinaus werde in dieser Woche verordnet, dass viel mehr untersucht werde, inwieweit Mutationen vorkommen. Dem Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für eine Impfpflicht für Pflegekräfte trat Spahn entgegen: »Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben«, sagt der CDU-Politiker. 

Dänemarks Parlament schränkt Betrieb ein

11.15 Uhr: Dänemarks Parlament fährt seinen Betrieb zu einem großen Teil herunter. So werden wegen der Corona-Pandemie etwa mehrere geplante Debatten über neue Gesetzesvorhaben für einen Monat ausgesetzt, meldet die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf den Parlamentspräsidenten.

Kassenärztliche Vereinigung kritisiert Shutdown-Politik als ergebnislos

11.01 Uhr: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat der Shutdown-Politik von Bund und Ländern ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. »Der Lockdown, der jetzt seit Anfang November anhält, hat quasi nichts gebracht«, sagte Gassen am Mittwoch der »Bild«. »Die Todeszahlen sind unverändert erschreckend hoch. Der Schutz der Risikogruppen ist immer noch beschämend schlecht.«

Der Shutdown sei nahezu wirkungslos, weil die Kommunikation der Bundesregierung »nicht unbedingt die Stärke in dieser Pandemie« gewesen sei, kritisierte Gassen. »Den Unterschied macht nicht die Härte der Maßnahmen, sondern machen die Menschen in ihrem privaten Verhalten«, sagte er. Durch die ständig neuen Regeln sei Vertrauen verspielt worden. »Wer immer wieder die Regeln und Zeitrahmen ändert, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich keiner daran hält.«

Strengere Test-Pflichten für Einreisen aus Corona-Risikogebieten

10.41 Uhr: Für Einreisen nach Deutschland aus Ländern mit hohen Corona-Infektionszahlen sollen strengere Test-Pflichten kommen. Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, soll künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat.

Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virusvarianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und Fluggesellschaft vorgelegt werden können. Generell gilt für Einreisende aus Risikogebieten schon eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben.

Italien will Ausnahmezustand bis Ende April verlängern



Schüler und Schülerinnen versammeln sich in Rom mit Fahnen und Leuchtfackeln vor dem Bildungsministerium, um gegen die Schließung von Schulen zu protestieren

Schüler und Schülerinnen versammeln sich in Rom mit Fahnen und Leuchtfackeln vor dem Bildungsministerium, um gegen die Schließung von Schulen zu protestieren


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Cecilia Fabiano / dpa


10.17 Uhr: Angesichts weiterhin hoher Neuinfektionszahlen will die italienische Regierung den Ausnahmezustand bis zum 30. April verlängern. Sie halte es für angemessen, da der Risikoindex dramatisch gestiegen sei, sagt Gesundheitsminister Roberto Speranza vor dem Parlament. Der Ausnahmezustand läuft nach derzeitigem Stand am 31. Januar aus. Er räumt der Zentralregierung in Rom größere Befugnisse ein und erleichtert den Entscheidungsprozess. In Italien sind seit Bekanntwerden des ersten Falles am 21. Februar vergangenen Jahres 79.819 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Das ist der zweithöchste Wert in Europa und der sechsthöchste weltweit. Bislang wurden mehr als 2,3 Millionen Infektionsfälle registriert.

Französischer Regierungsberater – Weitere Corona-Varianten existieren

10.14 Uhr: Der wissenschaftliche Berater der französischen Regierung, Jean-Francois Delfraissy, ist überzeugt, dass es neben der britischen und der südafrikanischen Corona-Variante weitere Mutationen gibt. Andere Mutanten seien da draußen in der Welt, sagt er dem Hörfunksender Franceinfo. Eine Schließung der Schulen wegen der britischen Corona-Variante hält Delfraissy nicht für notwendig. Schätzungsweise gehe ein Prozent der Infektionen in Frankreich auf diese Mutante zurück. Allerdings müssten weitere Beschränkungen verhängt werden, um eine Ausbreitung des Virus und insbesondere seiner britischen Mutante zu verlangsamen. Darüber berät Präsident Emmanuel Macron mit führenden Kabinettsmitgliedern am Vormittag.

Handball-WM: Insgesamt sieben Corona-Fälle bei Brasilien

9.55 Uhr: Weitere Corona-Fälle sorgen bei der am Mittwoch beginnenden Handball-WM in Ägypten für noch mehr Unruhe. Brasiliens Nationaltrainer Tata Oliveira und dessen Rückraum-Necessary person Thiagus Petrus vom Champions-League-Finalisten FC Barcelona wurden vor der Abreise aus Portugal nach Kairo positiv getestet und haben sich in Isolation begeben. Das teilte der nationale Verband mit.

Brasilien spielt in der Gruppe B mit Spanien, Tunesien und Polen, das Auftaktspiel gegen die spanischen Europameister ist für Freitag angesetzt. In einer früheren Testrunde hatten bereits Torhüter Leonardo Terçariol und vier Betreuer obvious Ergebnisse abgeliefert. Alle zeigen laut Verband leichte Krankheitssymptome.

Scholz: Hilfen so lange, »wie es nötig ist«



Finanzminister Olaf Scholz

Finanzminister Olaf Scholz


Foto: BERND VON JUTRCZENKA / REUTERS

9.13 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt weitere Staatshilfen für Unternehmen in der Coronakrise in Aussicht. Es werde alles Nötige getan werden, was once zur Stabilisierung der Wirtschaft beitrage, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ZDF. »Und wir werden das so lange machen, wie es nötig ist.« Er zog eine obvious Bilanz der bisherigen Hilfen: »Die starke fiskalische Antwort, die Bazooka, hat tatsächlich ihre Wirkung entfaltet.« Das werde auch world so bewertet. Vergangenen März hatte Scholz unbegrenzte Hilfen angekündigt und dafür die Bezeichnung für eine US-Panzerfaust, die Bazooka, verwendet.

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Gegenwärtig gebe es keine Pläne der Bundesregierung, die Wirtschaft stärker herunterzufahren, sagte der Finanzminister. Es werde aber überlegt, der Forderung nach einer Ausweitung von Homeoffice mehr Nachdruck zu verleihen. »Es kann ja nicht sein, dass es technisch möglich ist und dass dann diese Möglichkeit nicht genutzt wird.«

22.850 Neuinfektionen und 566 Tote in Russland

9.08 Uhr: In Russland melden die Behörden 22.850 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. In Moskau, das besonders stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen ist, wurden 4320 Menschen positiv getestet, wie die Behörden mitteilen. Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 3,47 Millionen Ansteckungsfälle bekannt, Russland hat damit weltweit den vierthöchsten Wert. Binnen 24 Stunden wurden zudem 566 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert, die Gesamtzahl steigt auf 63.370.

Britische Patienten notfalls in Inns unterbringen

9.05 Uhr: Weil in Großbritannien die Krankenhäuser an ihrer Belastungsgrenze sind, könnten Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge Patienten notfalls in Inns untergebracht werden. Dies sei denkbar für Patienten, die keine vollständige Krankenhausbehandlung mehr bräuchten, aber noch nicht nach Hause gehen könnten, sagt er der BBC. »Wir prüfen alle Optionen.«

China erwartet kein Wiedererstarken der Epidemie durch Neujahrsfest

8.45 Uhr: China rechnet nicht damit, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Wenn die Kontrollen und die Vorsorgemaßnahmen ordnungsgemäß umgesetzt würden, sei ein massives Wiederaufleben unwahrscheinlich, erklärt die Gesundheitsbehörde CDC. Die Neujahrsfeiertage beginnen am 11. Februar und sind üblicherweise eine Hauptreisezeit in China.

Junge Menschen zuerst: Indonesien startet Massenimpfungen

8.20 Uhr: Der weltgrößte Inselstaat Indonesien hat am Mittwoch mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Präsident Joko Widodo ließ sich im Präsidentenpalast als Erster mit dem Mittel CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac Biotech impfen. Damit wollte er der Bevölkerung zeigen, dass die Vakzine sicher ist.

Anders als andere Länder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des öffentlichen Dienstes zunächst jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen.

Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen posthaste 270 Millionen Einwohnern ist der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Südostasien. Bis Mittwoch hatten sich in Indonesien posthaste 840.000 Menschen mit Corona infiziert. Mehr als 24.000 sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Erneut mehr als 9000 Neuinfektionen in Israel

7.50 Uhr: Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in Israel an zwei Tagen in Folge mehr als 9000 Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9025 Fälle verzeichnet. Der Anteil der positiven Tests betrug 7,2 Prozent. Am Vortag war mit 9670 der bisherige Höchststand vermeldet worden. Mehr als 9000 Neuinfektionen an einem Tag wurden in Israel bislang erst dreimal nachgewiesen. Seit vergangenem Freitag gilt ein sogenannter harter Lockdown mit Maßnahmen wie der Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter meldeten am Mittwoch 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel.

Knapp 4500 Corona-Tote in den USA

7.15 Uhr: Bei der Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle durch das Coronavirus haben die USA einen neuen Höchststand verzeichnet. Binnen 24 Stunden wurde ein Rekordhoch an 4470 Todesfällen registriert, wie aus einer Zählung der in Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend hervorgeht. Zum ersten Mal wurde in den Vereinigten Staaten damit die Schwelle von 4000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus überschritten.

Laut Johns-Hopkins-Universität wurden binnen 24 Stunden zudem 235.000 neue Ansteckungen nachgewiesen. Etwa 131.000 Menschen werden mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt. Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. 380.000 der insgesamt posthaste zwei Millionen Todesopfer durch die Pandemie starben dort. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land knapp 23 Millionen Infektionen nachgewiesen.

Lauterbach gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

6.20 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich deutlich gegen eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte ausgesprochen. Die Zahlen zur Impfbereitschaft der Pflegekräfte seien nicht repräsentativ, »vor Ort« bekomme man mit, »dass die Impfbereitschaft da ist«, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Wir müssen vorsichtig sein, an dieser Stelle nicht ein Explain herbeizurufen, das es noch nicht gibt. Außerdem haben wir versprochen, keine Impfpflicht einzuführen – additionally auch nicht für bestimmte Gruppen. Da sollten wir unser Wort halten«, sagte Lauterbach mit Bezug auf ein von verschiedenen Regierungsmitgliedern wiederholtes Versprechen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte am Dienstag eine Debatte über eine entsprechende Impfpflicht ausgelöst. Der CSU-Chef ging dabei von einer eher niedrigen Impfbereitschaft unter Pflegekräften aus. Lauterbach argumentierte, dass eine Impfpflicht für Pflegekräfte »nicht zu Ende gedacht« sei. »Denn im Endeffekt können wir auf keine Pflegekraft verzichten, auch wenn sie sich nicht impfen lässt.«

Indonesien startet Impfkampagne

4.59 Uhr: Der indonesische Präsident Joko Widodo ist als erster Bürger des Inselstaates gegen das Coronavirus geimpft worden. Der 59-Jährige erhielt im Präsidentenpalast in Jakarta die Injektion des chinesischen Unternehmens Sinovac Biotech. Damit startete die Regierung eine Impfkampagne für das viertbevölkerungsreichste Land der Welt.

Auch Brasilien vor Handball-WM mit Corona-Fällen

4.46 Uhr: Nach Tschechien und den USA ist mit Brasilien ein drittes Handball-Crew unmittelbar vor Beginn der Weltmeisterschaft in Ägypten von einem Corona-Ausbruch betroffen. Wie der brasilianische Verband auf seiner Internetseite mitteilte, wurden insgesamt zwei Spieler und fünf Crew-Verantwortliche im Trainingslager im portugiesischen Rio Maior positiv getestet.

Auch Coach Marcus Oliviera ist den Angaben zufolge unter den Infizierten. Alle hätten nur leichte Symptome und seien von der Mannschaft isoliert worden. Die nicht betroffenen Teammitglieder sollen an diesem Mittwoch nach Ägypten reisen. Brasilien spielt in der Gruppe B mit Spanien, Tunesien und Polen.

Am Dienstag hatten Tschechien und die USA ihre Mannschaften von dem Turnier wegen zahlreicher Corona-Fälle zurückgezogen. Als Nachrücker für Tschechien tritt nun Nordmazedonien an, für die USA startet die Schweiz.

19.600 Neuinfektionen, 1060 Todesfälle in Deutschland

05.16 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Die Interpretation der Daten ist momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen genuine 100.000 Einwohner stagger am Mittwochmorgen bei 155. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Thüringen mit 324,2 und Sachsen mit 304,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 83,7.

»Der über die Feiertage und den Jahreswechsel beobachtete Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenzen setzt sich nicht weiter fortress«, hieß es im RKI-Lagebericht vom Dienstagabend. »Stattdessen sind in allen Altersgruppen, vor allem in den jüngeren Altersgruppen zwischen 15 und 39 Jahren deutliche Anstiege zu beobachten.«

Gewerkschaftschef bemängelt altmodisches Verhalten bei Homeoffice

3.45 Uhr: In der Debatte über Homeoffice in der Coronakrise wirft der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) einzelnen Arbeitgebern ein altmodisches Verhalten vor. »Fakt ist, dass viele Unternehmen und Verwaltungen auch dort, wo es gut möglich wäre, kein Homeoffice anbieten. Offenbar liegt dies an einem antiquierten Führungs- und Kontrollverhalten«, sagte Reiner Hoffmann der »Rheinischen Post«.

In der Debatte war zuletzt der Druck auf die Wirtschaft gestiegen. Ein Explain ist Hoffmann zufolge auch die mangelnde technische Ausstattung. Dies müsse sich schnell und langfristig ändern. Zwar sei nun eine akute Ausnahmesituation. »Anderseits müssen wir jetzt die Regeln für die Arbeit der Zukunft neu austarieren«, sagte Hoffmann.

Hoffmann sprach sich erneut für einen Rechtsanspruch der Beschäftigten auf Homeoffice aus. »Das muss verbindlich durchsetzbar werden. Arbeitgeber sollten sich erklären müssen, wenn sie sich gegen mehr Flexibilität im Sinne der Beschäftigten sperren. Hierfür muss es gewichtige Gründe geben«, sagte Hoffmann. Daneben forderte er ein Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte zur Einführung und Umsetzung von mobiler Arbeit und Homeoffice. Die Ausstattung müsse durch den Arbeitgeber gewährleistet und der Arbeitsschutz gestärkt werden.

USA weiten Impfkampagne auf Menschen über 65 Jahre aus

3.25 Uhr: In den USA könnten schon in den kommenden Tagen Menschen über 65 Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie US-Gesundheitsminister Alex Azar mitteilte, werde die Altersgruppe der zur Impfung Berechtigen ausgeweitet. Zudem will die US-Regierung alle Impfdosen verteilen, die sie zunächst für die jeweils zweiten Injektionen zurückgehalten hatte. Damit soll der schleppend laufenden Impfkampagne in den USA neuer Schwung verliehen werden. Die Richtlinien an die Bundesstaaten sind unverbindlich.

Auch der Recent Yorker Gouverneur Andrew Cuomo teilte den Bürgern seines Bundesstaates mit, dass das Mindestalter für die Impfungen von 75 auf 65 gesenkt worden sei. »Ich bitte um Geduld, da es leider weit mehr berechtigte Recent Yorker gibt als Impfstoffe von der Bundesregierung«, schrieb Cuomo auf Twitter. Der Bürgermeister der US-Ostküstenmetropole Recent York City, Bill de Blasio, kündigte an, ab dem 25. Januar ein Baseballstadion als Zentrum für Massenimpfungen einrichten zu wollen.

Die Impfkampagne in den Vereinigten Staaten lief bislang langsamer an als geplant. Von landesweit mehr als 25 Millionen verteilten Dosen wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bislang erst etwa knapp neun Millionen verabreicht. Die Regierung in Washington hatte 20 Millionen Impfungen in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern bereits für Ende Dezember als Ziel ausgegeben.

Lambrecht schließt Impfpflicht erneut aus

3.04 Uhr:  Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat eine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus erneut ausgeschlossen. »Die Bundesregierung hat klar gesagt, dass es keine Pflicht zur Impfung gegen Corona geben wird. Das Wort der Bundesregierung gilt«, sagte sie der »Rheinischen Post«. »Wenn die Menschen von der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung überzeugt sind, werden sich die Allermeisten auch impfen lassen.«

Es sei eine Frage der Vernunft und der Verantwortung, sich und andere durch die Impfung zu schützen, sagte Lambrecht. »Das gilt auch dort, wo es ganz besonders auf die Impfung ankommt: in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen.« Zuvor hatte CSU-Chef Markus Söder eine Impfpflicht für Pflegepersonal ins Gespräch gebracht, unter anderem SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich dagegen ausgesprochen.

Sie werde sich selbstverständlich impfen lassen, sobald sie dran sei, sagte die Ministerin. »Ich bin davon überzeugt, dass die Impfung sicher ist und sehr viele Leben retten wird. Diese Impfung ist in ordentlichen Prüfverfahren europaweit zugelassen worden.«

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Wer in die USA fliegen möchte, muss sich künftig testen lassen

2: 47 Uhr: Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, müsse die Fluggesellschaft das Boarding verweigern, hieß es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zu Hause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

»Tests eliminieren nicht jedes Risiko«, sagte CDC-Chef Robert Redfield ein. In Kombination mit den übrigen Vorsichtsmaßnahmen werde es das Reisen aber sicherer machen. Die neue Regelung wird für alle internationalen Flüge in die USA gelten, unabhängig vom Abflugort und der Staatsbürgerschaft oder dem Visum der Reisenden. Die US-Regierung hatte wegen der Pandemie im vergangenen Jahr weitgehende Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa, China und Brasilien verhängt. Diese gelten auch weiterhin.

Icon: Der Spiegel

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